Baustein 3
Die Silbe
Die Silbe ist der Schlüssel zum Lesen- und Schreibenlernen: Als natürliche Sprechgliederung hilft sie Kindern, Wörter mühelos zu erfassen und flüssig zu lesen. Erfahre, wie die Silbenmethode den Schriftspracherwerb erleichtert und warum das Silbieren ein zentraler Baustein erfolgreichen Lernens ist.

Aufbau einer Silbe

Eine deutsche Silbe hat typischerweise:
- einen Vokal / Selbstlaut (a, e, i, o, u), einen Umlaut (ä, ö, ü) oder einen Zwielaut (au, ei, ai, eu, äu) als Kern
- Dieser ist zwingend notwendig. Ein Vokal ist immer das Zentrum einer Silbe – bei einigen Wörtern bildet er schon allein eine Silbe (z. B. Oma, Ameise).
- Konsonanten (Mitlaute)
- Sie können vor und nach dem Vokal stehen. Da die Silbenmethode des ABC der Tiere für Kinder entwickelt wurde und zugänglich sein soll, werden hier eigene Begrifflichkeiten verwendet, um die sprachwissenschaftlichen Fachbegriffe kindgerecht zu benennen.
Da die Silbenmethode des ABC der Tiere für Kinder entwickelt wurde und zugänglich sein soll, werden hier eigene Begrifflichkeiten verwendet, um die sprachwissenschaftlichen Fachbegriffe kindgerecht zu benennen.
- Starter = der Konsonant, mit dem die Silbe beginnt
- Klinger = der Vokal der Silbe
- Stopper = der Konsonant, mit dem die Silbe endet
Offene und geschlossene Silbe
offene Silbe

In einer offenen Silbe endet die Silbe mit einem Klinger (Vokal), der „lang“ (gespannt) gesprochen wird (Beispiel: mu).
geschlossene Silbe

In einer geschlossenen Silbe folgt auf den Klinger ein
Stopper (Konsonant). Der Stopper stoppt den Klinger, sodass dieser „kurz“ (ungespannt) gesprochen wird (Beispiel: del).
Dehnt man den Klinger hier fälschlicherweise, würde der Sinn des Wortes verändert werden oder gar verloren gehen (Beispiel: Hütte – Hüüüüütte).
Deshalb lautet die Faustregel: Starter – Klinger – Stopper = kurz.

